Leitfaden für den Trauerfall
Ein lieber Mensch ist gestorben. Sie müssen jetzt nicht alles wissen und nichts sofort entscheiden. Diese Seite zeigt Ihnen die wichtigsten Schritte – und was wir Ihnen abnehmen. Ein Anruf genügt, alles Weitere besprechen wir gemeinsam.
Die ersten Stunden
Was jetzt zu tun ist – je nachdem, wo der Todesfall eingetreten ist:
- 1Verständigen Sie den Sprengelarzt (Totenbeschauer). Wer zuständig ist, erfahren Sie über den Ärztenotdienst unter 141.
- 2Der Sprengelarzt führt innerhalb von 3 bis 12 Stunden die Totenbeschau durch. Bis dahin darf Ihr Angehöriger zuhause bleiben – nehmen Sie sich Zeit zum Abschiednehmen.
- 3Rufen Sie uns an – Tag und Nacht. Wir übernehmen die Überführung und alle weiteren Schritte.
- 1Die Anstaltsleitung verständigt den Sprengelarzt; die Totenbeschau wird im Haus durchgeführt.
- 2Rufen Sie uns an. Wir stimmen die Überführung direkt mit dem Krankenhaus bzw. Heim ab – Sie müssen dort nichts organisieren.
- 3Vereinbaren Sie mit uns ein Gespräch – bei uns in Schwarzach oder in Radstadt.
- 1Die anwesende Polizei sorgt für die Verständigung des zuständigen Sprengelarztes.
- 2Rufen Sie uns an, sobald Sie können. Wir klären die weiteren Schritte mit den Behörden und halten Sie auf dem Laufenden.
- 3Sie müssen nichts sofort entscheiden. Wir sind erreichbar und begleiten Sie.
- 1Rufen Sie uns an. Wir organisieren die Rückholung nach Österreich – weltweit, einschließlich aller Formalitäten.
- 2Die Abrechnung mit Versicherungen übernehmen wir für Sie.
- 3Alles Weitere besprechen wir in Ruhe, sobald Ihr Angehöriger zuhause ist.
So geht es weiter
Schritt für Schritt – Sie sind nie allein damit.
- 1 Anruf bei uns Rund um die Uhr. Wir hören zu, beantworten erste Fragen und besprechen, was als Nächstes wichtig ist.
- 2 Überführung Wir holen Ihren Angehörigen würdevoll ab – zuhause, im Krankenhaus oder Heim, in ganz Österreich und weltweit.
- 3 Beratungsgespräch In Ruhe bei uns in Schwarzach oder in Radstadt. Wir besprechen Bestattungsart, Ablauf der Feier, Parte und Kosten – transparent und ohne Zeitdruck.
- 4 Wir erledigen die Formalitäten Anzeige beim Standesamt, Sterbeurkunde, Termine mit Pfarre und Friedhof, Parte, Anzeigen, Danksagungen, Blumenschmuck – alles aus einer Hand.
- 5 Abschied und Trauerfeier So, wie es zu Ihrem Angehörigen passt – kirchlich oder frei, im engsten Kreis oder mit vielen Weggefährten.
- 6 Danach Auch nach der Bestattung sind wir für Sie da – bei Fragen zu Verlassenschaft, Pensionen, Versicherungen und zum Gedenken online.
Was Sie zum Gespräch mitbringen
Nicht alles muss beim ersten Gespräch vorliegen – bringen Sie mit, was Sie griffbereit haben. Den Rest holen wir gemeinsam nach. Sie können die Liste abhaken und ausdrucken.
Dokumente des Verstorbenen
Diese Unterlagen brauchen wir für die Anzeige beim Standesamt und die Sterbeurkunde.
Persönliches
Gedanken und Wünsche – falls schon bekannt
Wenn Sie das noch nicht wissen, ist das völlig in Ordnung – wir beraten Sie in Ruhe.
Das nehmen wir Ihnen ab
- Überführung – im In- und Ausland
- Anzeige beim Standesamt und Sterbeurkunde
- Termine mit Pfarre, Friedhof und Trauerredner
- Parte, Zeitungsanzeigen, Andenkenbilder, Danksagungen
- Sarg oder Urne, Blumenschmuck
- Aufbahrung und Trauerfeier
- Online-Parte mit Kondolenzbuch und Gedenkkerzen
- Kostenabrechnung mit Versicherungen
Nach der Bestattung
Diese Formalitäten kommen in den Wochen danach auf Sie zu. Wir helfen Ihnen gerne beim Einordnen – fragen Sie uns einfach.
Sterbeurkunde
Die Anzeige des Todes bringen wir beim zuständigen Standesamt (Sterbeort) ein. Die Sterbeurkunde kann dann in jedem österreichischen Standesamt beurkundet bzw. ausgestellt werden.
Für die Ausstellung sind beizubringen: Geburtsurkunde, Staatsbürgerschaftsnachweis, Heiratsurkunde, Sterbeurkunde des Partners (wenn verwitwet), Scheidungsurteil, bei ausländischer Staatsbürgerschaft der Reisepass.
Sie benötigen die Sterbeurkunde unter anderem für das Verlassenschaftsverfahren sowie zur Vorlage bei Krankenkassen, Versicherungen, Gewerkschaften, Banken, für Pensionsanträge des Ehepartners, Beihilfen, bei Heirat von Kindern des Verstorbenen usw.
Verlassenschaftsabhandlung
Nach jedem Todesfall wird ein Verlassenschaftsverfahren eingeleitet; die Angehörigen werden vom zuständigen Notar vorgeladen. Mitzubringen sind: Personaldokumente, Rechnungen über Bestattungskosten, Kosten des Grabmals, Kosten der letzten Krankheit usw. Die persönlichen Daten der nächsten Verwandten müssen bekannt gegeben werden; ein vorhandenes Testament ist vorzulegen. Auch eine Vermögensaufstellung ist nach Möglichkeit vorzubereiten. In dringenden Fällen kann der Notar von den Erben selbst aufgesucht werden.
Weitere Informationen und Notare finden Sie auf www.notar.at.
Ausgaben für das Begräbnis
Begräbniskosten sowie Kosten für Grabgedenkzeichen können unter bestimmten Voraussetzungen im laufenden Finanzjahr als außergewöhnliche Belastung beim Finanzamt geltend gemacht werden.
Zuschuss zu den Bestattungskosten
Unter bestimmten Voraussetzungen gewähren Pensionskassen, Krankenkassen (nicht die Gebietskrankenkasse), Gewerkschaften, Vereine und Versicherungen einen Zuschuss. Anträge sollten so rasch wie möglich eingebracht werden. Welche Unterlagen im Einzelfall benötigt werden, erfahren Sie bei den betreffenden Stellen.
Witwen- / Witwerpension
Die Pension muss beantragt werden. Sie benötigen dazu:
- Sterbeurkunde
- Heiratsurkunde
- Personaldokumente beider Ehegatten (Geburtsurkunde, Staatsbürgerschaftsnachweis, Heiratsurkunde, Meldezettel)
- Pensionsbescheid oder Pensionsauszahlungsabschnitt des Verstorbenen
- Versicherungskarte
Versicherungen
Zur Behebung fälliger Versicherungen benötigen Sie:
- Sterbeurkunde
- Polizzen
- Bestätigung über die letzte Beitragszahlung
Bestehende Verträge
Auf den Namen des Verstorbenen lautende Verpflichtungen müssen gelöst bzw. geändert werden – z. B. Rundfunk- und Fernsehberechtigung, Telefon, Strombezug, Zeitungen, Mietverträge, Daueraufträge, Bausparverträge, Versicherungen. Auch dazu berät Sie das für Ihren Verlassenschaftsfall zuständige Notariat (www.notar.at).
Sie sind nicht allein
Rufen Sie uns an – rund um die Uhr, auch an Sonn- und Feiertagen.